Psychologie verstehen

Wer sich für das Studium der Psychologie entschieden hat und mit dem Studium beginnt, wird feststellen, dass er ein komplexes Fach gewählt hat.

Es gibt nämlich keineswegs „die Psychologie“ an sich, es gibt vielmehr verschiedene Psychologien im Sinne sehr unterschiedlicher Konzeptionen der Erforschung menschlichen Verhaltens und Erlebens.

So sehen sich die Studierenden etwa konfrontiert mit der Psychoanalyse, der Tiefenpsychologie, der Neuropsychologie, den Lerntheorien, der Entwicklungspsychologie usw. Sie entdecken in ihnen nicht nur spezifische Fragestellungen, sondern vor allem auch recht unterschiedliche wissenschaftliche Konzeptionen z.B. in Bezug auf das jeweils vertretene Menschenbild, die Art der Theoriebildung und der empirischen Forschung, den Bezug zur psychologischen Praxis usw.

Sich in ihnen zurechtzufinden, sie in ihrer Eigenart wie in ihren Gemeinsamkeiten zu verstehen, ist eine wichtige Aufgabe im Psychologiestudium. Diese grundlegende Aufgabe zu bewältigen, wird sehr gefördert durch die Beschäftigung mit einer theoretischen Konzeption, die man in Bezug auf die Gesamtheit der Psychologie(n) als „integrativ“ verstehen kann, die Handlungspsychologie. Sie leitet die Studierenden durch die Art ihrer Fragestellungen, ihre Theoriebildung und die Konzeption ihrer empirischen Forschung durch den komplexen Verbund der oben aufgeführten „Psychologien“.

Das hier dargestellte Werk

Heinz Jürgen Kaiser, Hans Werbik

leistet diese Hilfestellung zum Verstehen der Psychologie besonders gut.

Kaiser, H.J. & Werbik, (2012) H. Handlungspsychologie – Eine Einführung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht