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Telefonzellenversuch

Wiedergabe von:

Kaiser, H.J. & Werbik, H. 1977. Der Telefonzellenversuch – Ein erstes Experiment zur Überprüfung einer Theorie sozialen Handelns. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 8, 115 – 129

Erste gemeinsame Publikation zur Handlungspsychologie. Sie schildert die Durchführung und die Ergebnisse eines psychologischen Experiments, mit dem überprüft werden sollte, ob sich bestimmte Grundannahmen der Handlungspsychologie nach Werbik empirisch bestätigen lassen.

 

Zum Problem der Anwendung empirischer Forschungsergebnisse

Wiedergabe von:

Werbik, H. & Kaiser, H.J. 1984. Zum Problem der Anwendung empirischer Forschungsergebnisse. In: Roth, E. (Hrsg.) Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschung. München: Oldenbourg, 658 – 674

Eine umfangreiche Auseinandersetzung mit der Frage, was eigentlich genau mit „Anwendung“ der Ergebnisse empirischer Forschung in den Sozialwissenschaften gemeint ist, und welche Probleme sich auftun, wenn man dieser Frage genauer nachgeht. Der Aufsatz kritisiert darüber hinaus unreflektierte, vereinfachende, geradezu „mechanisierte“ Anwendungsroutinen von Forschungsergebnissen und die Auffassung von Angewandter Sozialwissenschaft als „Technologie“.

 

Aggression

Wiedergabe von:

Werbik, H. 1981. Aggression. In: Werbik, H. & Kaiser, H.J. 1981. (Hrsg.) Kritische Stichwörter zur Sozialpsychologie. München: Fink, S. 14-30

Zusammenfassende Darstellung der Aggressionsforschung bis zum Ende der 1970er Jahre mit einer Darlegung ihrer methodischen und methodologischen Probleme (z.B. in Bezug auf die sog. „Frustrations-Aggressions-Hypothese“); zugleich eine kurzgefasste Einführung in die Grundgedanken handlungspsychologischer Aggressionsforschung.

 

Grundzüge einer Handlungstheorie des Alterns

Wiedergabe eines unveröffentlichten Textes von H.J. Kaiser.

Der Text fasst die wesentlichen Elemente der 1989 erschienenen Publikation von H.J. Kaiser „Handlungs- und Lebensorientierungen alter Menschen“ (Verlag Huber, Bern) zusammen. Dem Leser soll deutlich werden, welche Möglichkeiten die Handlungspsychologie der psychologischen Alternsforschung bietet, sowohl in Bezug auf Themen als auch auf Methoden der Forschung. Es wird darauf Wert gelegt, einleitend die Geschichte der Erlangen Handlungspsychologie als Basis für die handlungspsychologische Alternsforschung zu skizzieren.

 

Das Problem der Definition aggressiver Verhaltensweisen

Wiedergabe von:

Werbik, H. 1971. Das Problem der Definition „aggressiver“ Verhaltensweisen. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 2, 1, 233-247

Gewissermaßen der „Einstieg“ von Hans Werbik in die handlungspsychologische Aggressionsforschung. In diesem Zeitschriftenbeitrag wird vorgeschlagen, den Begriff der Aggression intentional zu definieren, z.B. mit Hinweis auf die von der aggressiven Person verfolgten Zwecke, was allerdings eine Beteiligung der Person an der Definitionsaufgabe voraussetzt. Deswegen wird hier erstmals ein Verfahren zu einer Herbeiführung des dafür notwendigen gemeinsamen Sprachgebrauchs zwischen Forscher und Forschungspartner vorgeschlagen.

 

Darstellung wissenschaftstheoretischer und methodischer Grundfragen der Psychologie aus handlungspsychologischer Sicht

Wiedergabe eines Textes von H.J. Kaiser, der in veränderter Form erschienen ist als:

Kaiser, H.J. 2003. Wissenschaftstheoretische und methodische Grundfragen der Sozialen Gerontologie. In: Karl, F. (Hrsg.) sozial- und verhaltenswissenschaftliche Gerontologie. Alter und Altern als gesellschaftliches Problem und individuelles Thema. Weinheim u. München: Juventa, 141-162

Der Inhalt des Textes wird bereits durch den Titel angegeben. Es geht um die Grundfragen und Grundprinzipien, auch die Grundbegriffe der Psychologie als einer wissenschaftlichen Disziplin. Folgenden Begriffen wird dabei u.a. genauer nachgegangen: Erkenntnisinteresse, Wahrheit, Sprache (der Wissenschaft), Forschungsgegenstand, Menschenbild, Konstrukte, Theorie etc. In Bezug auf Methoden der (empirischen) Wissenschaft wird z.B. die Frage ihrer Gegenstandsangemessenheit und der Bedeutung quantitativer vs. qualitativer Methoden nachgegangen.

 

Grundlagen einer Theorie sozialen Handelns. Teil I: Aufbau der handlungstheoretischen Terminologie

Wiedergabe von:

Werbik, H. 1976. Grundlagen einer Theorie sozialen Handelns. Teil I: Aufbau der handlungstheoretischen Terminologie. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 7, 248-261

Hans Werbik beschreibt hier erstmals zusammenhängend die Basis seiner Handlungstheorie. Es geht um die Konfliktlösung als erkenntnisleitendes Interesse seiner handlungspsychologischen Forschung, um die Frage, wie überprüfbare Hypothesen über das Handeln von Menschen gewonnen werden können, und darum, welche methodischen Prozeduren für ihre Überprüfung notwendig sind, beispielsweise die Einrichtung einer sog. „Beratungstriade“. Eingeführt werden die Begriffe „Handlung“, „Erwartung“, „Vorsatz“, „Ziel“, „Oberzielsystem“. Weiterhin werden die Unterschiede zur Erlebnispsychologie einerseits und zum Behaviorismus andererseits dargestellt.

 

Grundlagen einer Theorie sozialen Handelns. Teil II: Regeln für die Entwicklung empirischer Hypothesen

Wiedergabe von:

Werbik, H. 1976. Grundlagen einer Theorie sozialen Handelns. Teil I: Aufbau der handlungstheoretischen Terminologie. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 7, 310-326

Im zweiten Teil der Grundlagen einer Theorie sozialen Handelns geht es um die Frage, wie man, ausgehend von den im ersten Teil entwickelten terminologischen Festlegungen über Handeln, zu Hypothesen zur empirischen Forschung über menschliches Handeln gelangen kann. Dazu wird zunächst ein Modell zur Untergliederung von Handlungen als einem Prozess von (binären) Entscheidungen erstellt. Dieses Modell lässt erkennen, welche Fragen den Versuchspersonen gestellt werden können, um die individuellen Handlungen in ihrer Struktur und ihrem Ablauf aufzuklären. Die Fragen beziehen sich auf die jeweiligen Entscheidungsknoten in dem Modell, und es werden Zuordnungsregeln angegeben, die es dann erlauben, die Geltung spezifischer Hypothesen über das Handeln der Person zu überprüfen.

 

Wahlfreiheit und Naturkausalität

Wiedergabe von:

Werbik, H. 1991. Wahlfreiheit und Naturkausalität. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 245-255

In diesem Beitrag wird zunächst dargestellt, dass Aussagen über menschliches Handeln als Gegenstand der Psychologie prinzipiell aus drei Perspektiven formuliert werden können: der Perspektive des erlebenden Subjekts, der eines Beobachters und der eines Gesprächspartners. Die Annahme der Wahlfreiheit im Handeln von Personen lässt sich am ehesten mit der Perspektive des erlebenden Subjekts verbinden. Die Annahme der Wahlfreiheit ist nicht verträglich mit einem deterministischen Ansatz der Erklärung menschlichen Verhaltens. Das verweist bereits darauf, dass es in diesem Artikel vor allem auch um eine Auseinandersetzung mit dem seit Jahrhunderten diskutierten Leib-Seele-Problem geht. In diesem Zusammenhang werden in dem Text auch die Auseinandersetzung mit den Problemen von Kausalität und Freiheit in Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und der in der Wissenschaftstheorie verbreitete konsenstheoretische Wahrheitsbegriff kritisch beleuchtet. Werbik kommt zu dem Schluss, dass „Wahlfreiheit“ oder „Willensfreiheit“ als ein reales Phänomen anerkannt werden muss.